Was ist der Unterschied?
Standardsoftware wird einmal entwickelt und an viele Kunden verkauft oder vermietet, zum Beispiel ein Buchhaltungsprogramm oder ein Online-Kalender. Sie richten sich nach dem Programm.
Individualsoftware wird für einen bestimmten Betrieb und seine Abläufe entwickelt. Das Programm richtet sich nach Ihnen, und Sie bestimmen, was es kann und was nicht.
Der Vergleich auf einen Blick
| Standardsoftware | Individualsoftware | |
|---|---|---|
| Start | sofort nutzbar | Wochen bis Monate Entwicklung |
| Kosten | niedriger Einstieg, laufende Lizenzgebühren | höhere Anfangsinvestition, danach meist nur Pflege |
| Passgenauigkeit | Sie passen Ihre Abläufe an | die Software passt sich Ihren Abläufen an |
| Abhängigkeit | vom Anbieter, seinen Preisen und Änderungen | Code und Daten gehören Ihnen |
| Wettbewerb | Ihre Konkurrenz nutzt dasselbe | eigene Abläufe als Vorteil |
Wann Standardsoftware die bessere Wahl ist
- Ihr Ablauf ist branchenüblich und ändert sich selten, etwa Buchhaltung oder E-Mail.
- Es gibt ein bewährtes Programm, das 90 Prozent Ihrer Anforderungen abdeckt.
- Sie brauchen die Lösung sofort und haben wenig Budget für den Start.
Wann sich Individualsoftware lohnt
- Sie arbeiten mit mehreren Programmen und Excel-Listen, die nicht zusammenpassen.
- Ihre Abläufe sind besonders, zum Beispiel bei Abrechnungsregeln, Rollen oder Formularen Ihrer Branche.
- Die Lizenzkosten für viele Nutzer steigen jedes Jahr.
- Kunden, Mitarbeiter oder Partner sollen über ein eigenes Portal oder eine App angebunden werden.
Was kostet Individualsoftware?
Das hängt vom Umfang ab: Anzahl der Funktionen, Rollen, Schnittstellen zu anderen Programmen und ob eine App dazugehört. Seriöse Anbieter nennen nach einem Gespräch einen festen Rahmen. Rechnen Sie die laufenden Lizenzkosten der Standardlösung über mehrere Jahre dagegen, dann ergibt sich oft ein klareres Bild, als es der erste Preis vermuten lässt.
Ein guter Weg ist, klein anzufangen: zuerst der Ablauf, der am meisten Zeit kostet, dann Schritt für Schritt erweitern. Wie wir dabei vorgehen, lesen Sie unter Individualsoftware und App-Entwicklung.
Häufige Fragen
Ist Individualsoftware nur etwas für große Firmen?
Nein. Gerade kleinere Betriebe mit besonderen Abläufen profitieren, weil sie Zeit sparen und keine Lizenzen für Funktionen zahlen, die sie nicht brauchen. Wichtig ist ein klar begrenzter erster Umfang.
Kann man Standard- und Individualsoftware kombinieren?
Ja, und das ist oft sinnvoll: Bewährte Programme wie die Buchhaltung bleiben, die eigene Software übernimmt die besonderen Abläufe und tauscht Daten über Schnittstellen aus.
Wem gehört eine individuell entwickelte Software?
Das regelt der Vertrag. Achten Sie darauf, dass Sie die Nutzungsrechte am Code und an Ihren Daten erhalten. Bei NK gehören Code und Daten Ihnen.
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